Gebetszeiten Tunesien
4 Regionen · 50 Städte
Gebetszeiten in Tunesien — nordafrikanische Präzision am Mittelmeer
Tunesien, das nördlichste Land Afrikas, verwendet eine eigene Berechnungsmethode für die Gebetszeiten, die vom Ministerium für Religiöse Angelegenheiten festgelegt wird. Diese Methode orientiert sich an der ägyptischen Methode und ist auf die spezifischen Breitengrade Nordafrikas abgestimmt. Mit rund 5.000 Moscheen bietet das kleine Land eine dichte religiöse Infrastruktur, und der Gebetsruf ist in Städten wie Tunis und Sfax ein selbstverständlicher Teil des Alltags.
Tunesien liegt zwischen 30° und 37° nördlicher Breite in der Zeitzone UTC+1 und verwendet seit einigen Jahren keine Sommerzeit mehr. Dadurch bleiben die Berechnungsgrundlagen das ganze Jahr über konstant. Zwischen der nördlichen Mittelmeerküste und den südlichen Oasenstädten am Rand der Sahara ergeben sich dennoch merkliche Unterschiede bei den Gebetszeiten — im Sommer kann der Fajr im Norden rund 20 Minuten früher beginnen als im Süden.
Im Ramadan kehrt Tunesien zu einem besonderen Rhythmus zurück: Die Arbeitstage werden verkürzt, Cafés und Restaurants öffnen erst nach dem Iftar, und die Nächte werden zu einer Zeit des gesellschaftlichen Lebens. Die Fastentage dauern zwischen 13 und 16 Stunden und sind damit kürzer als in Mitteleuropa. NamazWorld bietet die Gebetszeiten für 50 tunesische Städte und berücksichtigt die regionale Methode des Landes.