Gebetszeiten Frankreich
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Gebetszeiten in Frankreich — die größte muslimische Gemeinde Westeuropas
Frankreich ist mit geschätzt sechs Millionen Muslimen das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung in Westeuropa. Die Gebetszeiten werden hier häufig nach der Methode der UOIF (Union des Organisations Islamiques de France) berechnet, die einen Fajr-Winkel von 12° verwendet und damit deutlich von der in Deutschland üblichen Diyanet-Methode abweicht. In der Praxis bedeutet das, dass der Fajr nach UOIF-Berechnung merklich später beginnt. Viele Moscheen, darunter die Grande Mosquée de Paris, nutzen jedoch eigene Berechnungen, weshalb es sinnvoll ist, die verwendete Methode bewusst zu wählen.
Geografisch erstreckt sich Frankreich über eine beachtliche Nord-Süd-Ausdehnung, was sich direkt auf die Gebetszeiten auswirkt. In Paris auf rund 49° nördlicher Breite unterscheiden sich die Sommerzeiten deutlich von denen in Marseille auf 43° Breite. Besonders im Juni und Juli kann Isha in Paris sehr spät eintreten, während die Unterschiede im Winter geringer ausfallen. Die Überseegebiete wie Réunion, Mayotte oder Französisch-Guayana haben wiederum völlig andere Gebetszeiten aufgrund ihrer tropischen Lage.
Frankreich bietet eine vielfältige Moscheelandschaft mit rund 2.500 Gebetsstätten, die nordafrikanische, türkische und westafrikanische Traditionen widerspiegeln. Diese Vielfalt zeigt sich auch in den bevorzugten Berechnungsmethoden: Während Gemeinden mit maghrebinischem Hintergrund oft die UOIF- oder ägyptische Methode nutzen, bevorzugen türkische Gemeinden die Diyanet-Methode. NamazWorld bietet alle gängigen Methoden an und berechnet die Gebetszeiten für über 270 französische Städte, darunter auch Lyon, Toulouse und Strasbourg.