Gebetszeiten Deutschland
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Gebetszeiten in Deutschland — zwischen Diyanet und Mitteleuropa
Für die rund 5,5 Millionen Muslime in Deutschland sind präzise Gebetszeiten im Alltag unverzichtbar. Die meisten Moscheegemeinden — insbesondere die über 900 DITIB-Moscheen und die Gemeinden der IGMG — richten sich nach der Diyanet-Methode mit 18° für Fajr und 17° für Isha. Diese Methode hat sich in Deutschland als Standard etabliert, da sie den Bedürfnissen der großen türkischstämmigen Gemeinde entspricht und gleichzeitig astronomisch fundierte Ergebnisse liefert. NamazWorld verwendet standardmäßig diese Berechnungsmethode, bietet aber auch zehn weitere Methoden zur Auswahl an.
Die geografische Lage Deutschlands bringt besondere Herausforderungen mit sich. Im Sommer kann der Fajr in Hamburg bereits gegen 2:30 Uhr beginnen, während zwischen Isha und Fajr teilweise nur wenige Stunden liegen. Im Winter hingegen sind die Tage so kurz, dass Dhuhr, Asr und Maghrib in schneller Folge aufeinanderfolgen. Auch zwischen West und Ost gibt es Unterschiede: In Köln geht die Sonne rund 30 Minuten später unter als in Dresden. Diese Schwankungen machen es umso wichtiger, die Gebetszeiten für den eigenen Standort genau zu kennen.
Während des Ramadan stehen für viele deutsche Muslime vor allem die Imsak- und Iftar-Zeiten im Fokus. Da die Fastentage im Sommer besonders lang sein können — in Norddeutschland bis zu 18 Stunden —, gewinnt die exakte Berechnung zusätzlich an Bedeutung. Familien mit schulpflichtigen Kindern profitieren davon, den Fastenmonat mit den Schulferien in Deutschland abzugleichen, um gemeinsame Iftar-Abende und Moscheebesuche besser planen zu können. NamazWorld zeigt für alle rund 530 deutschen Städte tagesaktuell die vollständigen Gebets- und Fastenzeiten an, inklusive Monatstabelle und Live-Countdown bis zum nächsten Gebet.