Gebetszeiten Türkei
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Gebetszeiten in der Türkei — Diyanet als offizielle Referenz
Die Gebetszeiten in der Türkei werden zentral vom Diyanet İşleri Başkanlığı, der staatlichen Religionsbehörde, berechnet und veröffentlicht. Diese Methode verwendet einen Sonnenwinkel von 18° für Fajr und 17° für Isha und gilt als verbindliche Referenz für alle rund 85.000 Moscheen im Land. Da die Türkei seit 2016 ganzjährig in der Zeitzone UTC+3 operiert und keine Sommerzeit mehr umstellt, bleiben die Berechnungsgrundlagen das ganze Jahr über konsistent — ein Vorteil gegenüber vielen europäischen Ländern, in denen die Zeitumstellung zweimal jährlich zu Verwirrung führen kann.
Trotz der einheitlichen Methode unterscheiden sich die tatsächlichen Gebetszeiten innerhalb der Türkei erheblich. Zwischen Istanbul im Westen und Van im Osten liegen rund 75 Minuten Unterschied bei Sonnenaufgang. Auch zwischen der Schwarzmeerküste im Norden und der Mittelmeerregion im Süden variieren die Zeiten merklich, besonders im Sommer, wenn der Fajr in Antalya deutlich später beginnt als in Trabzon. Wer in der Türkei unterwegs ist, sollte daher immer die Gebetszeiten der jeweiligen Stadt prüfen und sich nicht auf die Zeiten einer anderen Region verlassen.
Während des Ramadan orientiert sich das gesamte öffentliche Leben an den Gebetszeiten. Der Imsak-Zeitpunkt, der etwa zehn Minuten vor Fajr liegt, markiert den Beginn des Fastens und wird in vielen Städten traditionell durch Trommler angekündigt. Zum Iftar bei Maghrib brechen Millionen Menschen gleichzeitig das Fasten, was besonders in Metropolen wie Istanbul und Ankara zu einem besonderen gemeinschaftlichen Erlebnis wird. NamazWorld berechnet alle Gebetszeiten für die Türkei nach der offiziellen Diyanet-Methode und zeigt sowohl Imsak als auch Iftar-Zeiten in der Tagesübersicht an.