Gebetszeiten Marokko
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Gebetszeiten in Marokko — königliche Tradition und maghrebinische Identität
In Marokko, wo der König als Amir al-Mu'minin (Befehlshaber der Gläubigen) auch das religiöse Oberhaupt ist, werden die Gebetszeiten offiziell vom Ministerium für Habous und Islamische Angelegenheiten festgelegt. Die marokkanische Methode verwendet spezifische Berechnungsparameter, die auf die geografischen Gegebenheiten des Landes abgestimmt sind. Das Ergebnis weicht leicht von der MWL- oder ägyptischen Methode ab, was Reisende beachten sollten, die zwischen Marokko und anderen arabischen Ländern pendeln.
Marokko erstreckt sich von der Mittelmeerküste im Norden bis zur Sahara im Süden und weist dadurch erhebliche Unterschiede bei den Gebetszeiten auf. In Casablanca an der Atlantikküste geht die Sonne merklich später unter als im östlichen Oujda nahe der algerischen Grenze. Die Atlasgebirge, die das Land durchziehen, können in Bergtälern zudem die sichtbare Dämmerung beeinflussen. NamazWorld berechnet die Gebetszeiten für über 85 marokkanische Städte unter Berücksichtigung der exakten Koordinaten.
Mit rund 50.000 Moscheen ist die islamische Infrastruktur Marokkos beeindruckend. Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca, deren Minarett mit 210 Metern das höchste der Welt ist, steht symbolisch für die Verbindung von Tradition und Moderne. In Fès finden sich einige der ältesten Moscheen und Medresen der islamischen Welt. Während des Ramadan verändert sich der Alltag in Marokko grundlegend: Die Städte erwachen nach dem Iftar zu neuem Leben, und traditionelle Gerichte wie Harira prägen die abendliche Tafel.