Jordanien

Gebetszeiten Jordanien

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Gebetszeiten in Jordanien — das Heilige Land und seine Gebetstraditionen

Jordanien, gelegen am Kreuzungspunkt dreier Kontinente, berechnet seine Gebetszeiten über das Ministerium für Awqaf und Islamische Angelegenheiten. Die verwendete Methode orientiert sich an der ägyptischen Berechnungsweise und gilt für die rund 6.500 Moscheen des Landes als verbindliche Referenz. In einem Land, das mit biblischen und islamischen heiligen Stätten gleichermaßen verbunden ist, haben die Gebetszeiten eine besondere kulturelle Bedeutung.

Amman, die Hauptstadt auf rund 800 Metern Höhe gelegen, und Aqaba am Roten Meer auf Meereshöhe unterscheiden sich trotz der geringen Entfernung leicht in den Gebetszeiten. Die Höhenlage beeinflusst dabei vor allem den sichtbaren Sonnenuntergang und damit Maghrib. Das gesamte Land operiert in der Zeitzone UTC+2 (UTC+3 im Sommer) und erstreckt sich über nur wenige Breitengrade, wodurch die Gebetszeiten landesweit relativ einheitlich sind.

Jordaniens besondere geografische Lage — zwischen dem Jordan-Tal, dem Toten Meer auf über 400 Metern unter dem Meeresspiegel und dem Hochplateau im Osten — macht es zu einem faszinierenden Fall für die Gebetszeitenberechnung. Die rund zehn Millionen Einwohner, von denen über 95 Prozent Muslime sind, leben überwiegend in den Städten Amman, Irbid und Zarqa. Im Ramadan sind die Fastentage mit 14 bis 16 Stunden moderat, und die Iftar-Kanonen, die in einigen Städten noch traditionell abgefeuert werden, markieren das Fastenbrechen.