Gebetszeiten Iran
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Gebetszeiten im Iran — Schiitische Tradition und astronomische Expertise
Der Iran, mit rund 85 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste schiitisch-muslimische Land, verwendet für die Berechnung der Gebetszeiten die Methode des Institute of Geophysics der Universität Teheran. Diese Methode setzt Fajr bei 17,7° und Isha bei 14° an und weicht damit von den meisten sunnitischen Methoden ab. Eine Besonderheit des Iran ist die Zeitzone UTC+3:30 — eine der wenigen Halbstunden-Zeitzonen weltweit —, die die Gebetszeiten im Vergleich zu den arabischen Nachbarländern um 30 Minuten verschiebt.
Die schiitische Gebetstradition unterscheidet sich in einigen Punkten von der sunnitischen: Schiitische Muslime beten Dhuhr und Asr häufig direkt hintereinander sowie Maghrib und Isha zusammen, was die praktische Relevanz der exakten Einzelzeiten nicht mindert — denn der früheste und späteste zulässige Zeitpunkt muss dennoch bekannt sein. Der Iran erstreckt sich über verschiedene Klimazonen, von den feuchten Wäldern am Kaspischen Meer bis zur Wüste im Zentrum. Zwischen Teheran und Schiras im Süden oder Maschhad im Osten variieren die Gebetszeiten merklich.
Die iranische Moscheenlandschaft umfasst rund 75.000 Gebetsstätten, darunter architektonische Meisterwerke wie die Nasir-ol-Molk-Moschee in Schiras und den Imam-Reza-Schrein in Maschhad, eines der größten Heiligtümer der schiitischen Welt. NamazWorld bietet die Gebetszeiten für über 230 iranische Städte an und berücksichtigt die spezifische Teheraner Berechnungsmethode.