Gebetszeiten Irak
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Gebetszeiten im Irak — zwischen heiligen Stätten und Zweistromland
Der Irak, historisches Zentrum der islamischen Zivilisation und Heimat bedeutender Gelehrtenschulen, berechnet seine Gebetszeiten überwiegend nach der Umm-al-Qura- oder der MWL-Methode. Das Land beherbergt mit Bagdad eine der geschichtsträchtigsten Städte der islamischen Welt sowie die für schiitische Muslime heiligen Städte Nadschaf und Kerbala. Die rund 50.000 Moscheen des Landes — sunnitische wie schiitische — orientieren sich bei den Gebetszeiten an denselben astronomischen Berechnungen, da die Gebetszeiten konfessionsübergreifend gelten.
Der Irak liegt vollständig in der Zeitzone UTC+3 und erstreckt sich zwischen dem 29. und 37. Breitengrad. Zwischen Erbil im Norden und Basra im Süden ergibt sich im Sommer ein Unterschied von etwa zehn Minuten bei Fajr und Maghrib. Die Sommer sind im Irak extrem heiß — in Basra können Temperaturen über 50°C erreicht werden —, was das Gebet im Freien zu einer besonderen Herausforderung macht. Viele Moscheen bieten daher klimatisierte Gebetsräume an.
Während des Ramadan, der im Irak mit großer Hingabe begangen wird, liegt die Fastenzeit je nach Region zwischen 14 und 16 Stunden. Besonders in den heiligen Städten Nadschaf und Kerbala herrscht während des Fastenmonats eine besondere spirituelle Atmosphäre. NamazWorld bietet die Gebetszeiten für über 120 irakische Städte und unterstützt sowohl die im Irak gängigen als auch internationale Berechnungsmethoden.