Gebetszeiten Indien
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Gebetszeiten in Indien — 200 Millionen Muslime in einem Subkontinent
Indien beheimatet mit rund 200 Millionen Muslimen die drittgrößte muslimische Bevölkerung der Welt. Die Berechnung der Gebetszeiten folgt überwiegend der hanafitischen Rechtsschule, wobei die Karachi-Methode (18° für Fajr und Isha) am weitesten verbreitet ist. In Südindien, wo die schafiitische Rechtsschule stärker vertreten ist, wird der Asr teilweise nach der Standardberechnung angesetzt, bei der der Schatten die einfache Länge des Gegenstands erreichen muss, während die hanafitische Berechnung die doppelte Schattenlänge verwendet.
Die geografische Ausdehnung Indiens stellt eine besondere Herausforderung dar: Das Land verwendet nur eine einzige Zeitzone (IST, UTC+5:30), obwohl es sich über mehr als 28 Längengrade erstreckt. Das bedeutet, dass zwischen dem westlichen Gujarat und dem östlichen Arunachal Pradesh fast zwei Stunden Unterschied beim tatsächlichen Sonnenstand bestehen. In Mumbai an der Westküste geht die Sonne deutlich später unter als in Kolkata im Osten, obwohl beide offiziell dieselbe Uhrzeit verwenden. Für die korrekte Berechnung der Gebetszeiten ist daher der exakte Standort entscheidend.
Indiens Moscheenlandschaft ist beeindruckend vielfältig — von der Jama Masjid in Delhi, einer der größten Moscheen des Landes, bis zu den historischen Moscheen Hyderabads und den Gebetshäusern Keralas. Während des Ramadan variiert die Fastenzeit erheblich: In Kaschmir im Norden dauert sie im Sommer bis zu 16 Stunden, während sie in Kerala im Süden bei rund 14 Stunden liegt. NamazWorld berechnet die Gebetszeiten für über 350 indische Städte und berücksichtigt die enormen geografischen Unterschiede des Subkontinents.