Gebetszeiten Ägypten
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Gebetszeiten in Ägypten — Tradition am Nil und astronomische Präzision
Ägypten, das Land der Al-Azhar-Universität und eine der ältesten islamischen Gelehrtenschulen der Welt, verwendet für die Berechnung der Gebetszeiten die Methode der Egyptian General Authority of Survey. Diese Methode arbeitet mit einem Fajr-Winkel von 19,5° und einem Isha-Winkel von 17,5° und gehört damit zu den konservativeren Berechnungsansätzen, bei denen Fajr vergleichsweise früh und Isha relativ spät eintritt. Die Methode genießt hohes Ansehen in der gesamten arabischen Welt und wird auch in mehreren anderen Ländern als Referenz herangezogen.
Mit über 120.000 Moscheen verfügt Ägypten über eine der dichtesten Moscheelandschaften weltweit. In Kairo, einer Metropole mit über 20 Millionen Einwohnern, ist der Gebetsruf ein allgegenwärtiger Bestandteil der Klangkulisse. Die Gebetszeiten variieren zwischen dem nördlichen Alexandria am Mittelmeer und den südlichen Städten wie Assuan und Luxor um mehrere Minuten, da das Land sich über fast zehn Breitengrade erstreckt.
Während des Ramadan erlebt Ägypten eine besondere Atmosphäre: Die Straßen füllen sich zum Iftar mit Menschen, traditionelle Ramadan-Laternen schmücken die Häuser, und der Mesaharaty — der traditionelle Trommler — weckt in manchen Vierteln noch heute die Gläubigen zum Suhoor. Die Fastentage dauern in Ägypten je nach Jahreszeit zwischen 12 und 16 Stunden und sind damit moderater als in Nordeuropa. NamazWorld bietet die Gebetszeiten für über 120 ägyptische Städte, berechnet nach der offiziellen ägyptischen Methode.