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Namaz

Namaz Duruşlarının Anlamı: Kıyam, Rükü, Secde, Celse

Yusuf Aydın – Autor bei NamazWorldyazan Yusuf Aydın·6 Ekim 2026·8 dk. okuma suresi

Die Sprache der Körperhaltung im Gebet

Das islamische Gebet ist eine vollständige Körpererfahrung. Jede Haltung, von der aufrechten Stellung bis zur Niederwerfung, trägt eine eigene Bedeutung und hat eine spezifische Funktion im Ablauf des Salat. Wer die einzelnen Haltungen und ihre spirituelle Dimension versteht, betet bewusster und tiefer.

Qiyam: Das aufrechte Stehen

Qiyam ist die Ausgangshaltung des Gebets. Man steht aufrecht, die Füße schulterbreit auseinander, den Blick auf die Stelle der späteren Niederwerfung gerichtet. In dieser Haltung wird Al-Fatiha rezitiert und eine weitere Sure. Das aufrechte Stehen symbolisiert die Bereitschaft, vor Allah zu treten, würdevoll, aber demütig.

Ruku: Die Verbeugung

Im Ruku beugt man den Oberkörper waagerecht nach vorn, die Hände auf den Knien. Der Rücken ist gerade, der Kopf auf Rücken-Niveau. Man spricht „Subhana Rabbiya al-Adheem" mindestens dreimal. Ruku symbolisiert die Anerkennung von Allahs Größe. Es ist der Moment, in dem man aufhört, aufrecht in eigener Größe zu stehen.

Itidal: Das Aufrichten nach Ruku

Nach dem Ruku richtet man sich vollständig auf, spricht „Sami Allahu liman hamidah" (beim Aufrichten) und „Rabbana lakal Hamd" (im aufrechten Stand). Dieser kurze Moment voller Aufmerksamkeit wird oft vernachlässigt, ist aber ein eigenständiger Pfeiler des Gebets.

Sujud: Die Niederwerfung

Sujud ist der tiefste Punkt des Gebets und nach islamischer Überlieferung der Moment der größten Nähe zu Allah. Sieben Körperstellen berühren den Boden. Man spricht „Subhana Rabbiya al-A'la" mindestens dreimal. In dieser Haltung kann man auch persönliche Bittgebete sprechen, besonders nach der Pflicht-Dhikr.

Jalsa: Das Sitzen zwischen den Niederwerfungen

Zwischen den beiden Sujud jeder Rakaah sitzt man kurz, dies ist die Jalsa-Haltung. Man sitzt auf dem linken Fuß, der rechte Fuß ist aufgestellt. Man spricht: „Rabbi ghfir li", Mein Herr, vergib mir. Auch in der Tashahud-Position (sitzend am Ende der Rakaah) ist die Körperhaltung definiert.

Alle Haltungen als spirituelle Einheit

Jede Haltung ist mehr als Körpergymnastik. Sie ist eine Choreographie der Seele, ein körperlicher Ausdruck theologischer Wahrheiten. Wer tief betet, erlebt in jeder Haltung einen eigenen spirituellen Zustand.

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