Prayer Clothing: What Is Permissible?
Die Bedeutung von Kleidung im Gebet
Kleidung ist im islamischen Gebet mehr als Bedeckung, sie ist Ausdruck von Würde und Ehrerbietung. Allah sagt im Quran: „O Kinder Adams, nehmt eure Schmuckstücke bei jeder Moschee." Gelehrte interpretieren „Schmuckstücke" hier als angemessene Kleidung. Wer vor Allah tritt, sollte äußerlich würdevoll erscheinen.
Die Aurah: Was muss bedeckt sein?
Das Konzept der „Aurah" bezeichnet die Körperstellen, die beim Gebet bedeckt sein müssen. Diese unterscheiden sich für Männer und Frauen:
Für Männer: Der Bereich zwischen Nabel und Knie muss bedeckt sein. Das Gebet in Shorts, die über dem Knie enden, wäre nach der Mehrheitsmeinung ungültig. Gelehrte empfehlen darüber hinaus, Schultern zu bedecken.
Für Frauen: Der gesamte Körper außer Gesicht und Händen muss bedeckt sein. Dünne oder durchsichtige Stoffe erfüllen die Bedingung nicht. Die Füße müssen ebenfalls bedeckt sein, darüber besteht unter Rechtsschulen leichte Uneinigkeit.
Reinheit der Kleidung (Tahara)
Neben der Bedeckung ist die Reinheit der Kleidung eine Voraussetzung. Kleidung, die mit Najasa (ritueller Unreinheit) verunreinigt ist, etwa Blut, Urin oder Alkohol, macht das Gebet ungültig. Diese Unreinheit muss vor dem Gebet entfernt werden.
Empfohlene und erlaubte Kleidung
Es wird empfohlen, reine, weiße oder saubere Kleidung zu tragen, besonders für das Freitagsgebet. Seide ist für Männer verboten, für Frauen erlaubt. Gold als Schmuck ist für Männer verboten. Kleidung mit Bildern von Lebewesen wird von manchen Gelehrten als makruh (missbilligt) eingestuft, besonders wenn das Bild sichtbar ist.
Praktische Tipps
Wer regelmäßig in der Moschee betet, legt sich am besten ein separates Gewand für das Gebet bereit. Das kann ein einfacher Jubba (Gewand) für Männer oder ein Gebetsgewand (Sajjada-Set) für Frauen sein. Diese Praxis hilft auch dabei, mental in die Gebetsstimmung zu wechseln. Richte dich mit dem Qibla-Kompass aus und nutze saubere, angemessene Kleidung als äußeres Zeichen der inneren Bereitschaft.